Zuchtphilosophie - warum so und nicht anders

Grundzüge meiner Zucht

Auf einer ihrer ersten Ausstellungen wurde Bonsha mit V1 bewertet und erhielt den Landessiegertitel. Das CAC wurde verweigert, da sie kupierte Ohren hatte. Durch ihre verhältnismäßig lange Ohrbefederung fiel dies jedoch fast nicht auf.

Mehrere Richter, die ich durch Frau Roth kennen lernte, bestärkten mich in meinem Vorhaben, Bonsha in die Zucht einzusetzen, da sie ein sehr schöner Importsaluki war. Auch Frau Marianne Hessing, die Züchterin der "Mumtachir-ar-rih-Salukis", war sehr von Bonsha angetan. Der Vater unseres 1. Wurfes sollte "Sausewind Mumtachir-ar-rih" sein. Durch sein Desinteresse entschieden wir uns dann für den damals schon 11-jährigen "Imazar von Klein Vossenburg". Bonsha brachte uns 8 Welpen, geworfen am 59. Tag. Im zweiten Wurf nach "Tell al Muqqajar´s Anu" waren es ebenfalls 8 Welpen, geworfen am 65. Tag.

Von Anfang an wollte ich Salukis züchten, die dem ursprünglichen Typ entsprechen und vor allem gesund waren. Und so war und ist für mich ein wichtiger Punkt die Leistung. Da Mitte der 70er Jahre nur sehr wenige Coursings veranstaltet wurden, kamen nur Rennen als "Maßstab" für die Leistung in Frage. Für mich war immer die Hetzleidenschaft wichtig. War der Hund dann auch noch schnell und gewann ein oder mehrere Rennen, so freute ich mich natürlich darüber. Das gleiche gilt für die Ausstellungen. Ich möchte keinen Saluki um mich haben, der nur schnell ist und einem Saluki nicht mehr ähnlich sieht. Insgesamt ist mir stets ein Windhund lieber, der in beiden Disziplinen sehr gut ist, als einer, der nur in einer Richtung herausragend ist.

Auch ist es nie für mich wichtig, ob ein erfolgreicher Hund aus meiner Zucht in meinem eigenen oder in fremdem Besitz steht.

Im Laufe meines Züchterlebens versuchte ich immer, Importsalukis in meine Zucht einzubringen. Da Nachkommen von Importsalukis (meistens) wesentlich temperamentvoller sind als Hunde ohne Importanteil - nicht nur auf der Rennbahn, sondern auch im täglichen Leben, ist dies für manche Salukihalter ein Problem. Sicher ist es einfacher, sei es zuhause, beim Spaziergang bzw. Freilauf und bei der Erziehung, wenn die Salukis nicht gar so wild sind. Trotz aller Wildheit sind sie jedoch sehr anschmiegsam und verschmust und holen sich laufend ihre Streicheleinheiten.

So war und bin ich noch immer auf der Suche nach einem zu unseren Hunden passenden Direktimport oder dessen Nachkommen.

 Auch wenn in unseren Breiten den Salukis nicht das an Weite geboten werden kann wie in ihren Ursprungsländern – bin ich trotz allem der Meinung, dass man versuchen sollte, die Rasse zu erhalten, so wie sie einmal war.